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ACU Bild1aTim Sydlik (Freiwilligen-Agentur Leipzig) überreicht die Zertifikate an die Mentor*innen Byron Meissner (li.) und Viktoria Wetzel (re.)„Abschiede sind Tore in neue Welten“, vertröstete Albert Einstein einst seine Mitmenschen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Wer zurückkehrt, findet häufig Altbekanntes vor. Zweifelsohne gewöhnen wir uns schnell an unterschiedliche Gegebenheiten vor Ort, etablieren uns mehr oder weniger schnell in neuen sozialen Kontexten und tragen uns schwer damit, liebgewonnene Komfortzonen zu verlassen. Kurzum: My home is my castle!
Genau mit diesen Problemen schlagen sich derzeit 14 Student*innen der Abilene Christian University (ACU) aus Texas herum. Sie blicken auf einen knapp viermonatigen, ereignisreichen Aufenthalt in Leipzig zurück. Für viele von Ihnen endet damit die erste Lebenserfahrung in einem Land fern ab der Heimat. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagen die jungen Amerikaner*innen nun: Time to Say Goodbye!

Tim Sydlik von der FWAL dankte ihnen in seiner Rede für Ihr Engagaement, wie auch allen Freiwilligen, die als Mentor*innen die Gäste aus den USA beim Deutsch-
lernen unterstützten, auf Ausflügen begleiteten und ihnen auch ansonsten bei allen Fragen des täglichen Lebens im fremden Land Rede und Antwort standen. Für Ihren interkulturellen ehrenamtlichen Einsatz erhielten die Mentor*innen ein Zertifikat der Freiwilligen-Agentur Leipzig.


Foto: Geehrt für ihr freiwilliges Engagement: Tim Sydlik (FwAL) überreicht die Zertifikate an die Mentor*innen Byron Meissner (li.) und Viktoria Wetzel (re.).

Als nächstes plauderte eine ACU-Studentin aus dem Nähkästchen: Wie viele Ihrer texanischen Kommiliton*innen hatte Jessica den harten, kalten Leipziger Januar unterschätzt und zudem noch anfänglich Probleme, glutenfreie Lebensmittel in Geschäften ausfindig zu machen.

Mit einer feierlichen Zeremonie wurden die Gaststudent*innen am Montag, 6. Mai 2019 in Ihrer Unterkunft auf Zeit an der Käthe-Kollwitz-Straße verabschiedet. Doris Benner, die der ACU seit vielen Jahren verbunden ist, wünschte den Studierenden in Ihrer gewohnt warmen und herzlichen Art „viel Liebe, Glück und Freude an allem, was sie tun“. Emily Norris, US-Konsulin für Politische und Ökonomische Angelegenheiten, verwies darauf, dass man die „besten Erfahrungen nicht in Schulbüchern macht“ und unterstrich noch einmal die Bedeutung von Auslandserfahrungen insbesondere als Mittel zur Selbstreflexion.
Gelegenheit, die eigene Persönlichkeit auf den Prüfstand zu stellen, hatten die ACUler genug. Neben ihren Studien stand für alle auch ehrenamtliches Engagement auf der Tagesordnung. So unterstützten die Texaner*innen beispielsweise das UT Connewitz, das Ronald McDonald House, die Oase sowie die Sachspendenzentrale. Andere machten sich in der Leipzig International School und im forum thomanum nützlich.

Nach einer Woche hing sie – weit abseits der oben erwähnten Komfortzone – voller Heimweh tränenreich am Telefon. Ihre Mutter sprach Ihr Mut zu und das machte sich bezahlt. Zur Abschlussveranstaltung am Montag berichtete sie ganz begeistert in einem sehr persönlichen Rückblick von ihren wundervollen Erfahrungen und den vielen gemeinsamen Abenteuern in der Messestadt. Mit Lob und Anerkennung wandte sie sich auch an die Organisator*innen und Mentor*innen und erntete jede Menge Applaus und Lacher für einen selbstironischen Seitenhieb: „Ihr habt alle Eure persönlichen und familiiären Verpflichtungen zurückgestellt, um Euch um uns 14 Idioten zu kümmern“. Wieviel Talent aber tatsächlich in ihnen steckt, zeigten zwei der vermeintlichen „Idioten“ ganz zum Schluss. Alyse Randolph und Maria Lauerman, zwei der Teilnehmerinnen am diesjährigen ACU Study Abroad Program brachten zwei wunderbare Stücke am Flügel zu Gehör, die sie eigens während Ihres Aufenthalts in Leipzig komponiert hatten.

Und während die letzten Töne noch am Flügel verhallen, fließen ein paar Tränen des Abschieds. Derweilen steht das Tor in eine neue altbekannte Welt schon weit offen und dahinter schallt es schon von fern laut und fröhlich: Welcome home!

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