Im Juni 2026 war es tatsächlich so weit: Der Leipziger EhrenamtsPass erreichte eine neue Höchstmarke – der 6000. EhrenamtsPass ging dazu passend ganz sportlich an eine ehrenamtliche Trainerin des Roten Stern Leipzig: Herzlichen Glückwunsch an Luise Popp und vielen Dank für ihr jahrelanges Engagement als Trainerin der Mädchenmannschaft des Vereins!
Wir nutzten die Übergabe des großen, „runden“ Passes, um bei einem Besuch auf dem Trainingsgelände an der Teichstraße einen Einblick in das Ehrenamt von Luise Popp zu gewinnen, mehr über den Verein zu erfahren – und auch selbst den Ball über den Kunstrasen rollen zu lassen.
Luise Popp ist seit 2014 beim Roten Stern aktiv. Zunächst spielte sie in der damals noch einzigen Damenmannschaft des Vereins. Nach einer kleinen Familienpause und der Geburt ihrer Kinder kehrte sie gemeinsam mit ihnen zurück in den Verein – und ist seitdem ehrenamtliche Trainerin der Bambini-Mädchen im Alter von sechs bis acht Jahren.
Sie schätzt ihr Ehrenamt nicht nur, weil es sich durch den Sport ihrer eigenen Töchter gut mit der Familienzeit vereinbaren lässt. Vor allem bereitet ihr die Arbeit mit den Kindern große Freude. Neben dem gemeinsamen Sport gefällt ihr besonders, die Kinder bei ihrer Entwicklung zu begleiten und zu erleben, wie sie als Gruppe zusammenwachsen. Aber auch den Kontakt zu den Eltern schätzt sie, deren großes und kleines Engagement rund um die Bambinis für die Mannschaft und den gesamten Verein unverzichtbar ist.
Auch Thomas Köhler, Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Vereins, bestätigt: „Die Eltern sind sehr wichtig im Sportverein, sie übernehmen viele kleine Aufgaben von der Betreuung der jüngsten Mannschaften bei Spielen bis zum Trikotwaschen. Es gibt generell ganz viel Ehrenamt bei uns im Verein, das gar nicht gleich sichtbar ist.“ Luise Popp ergänzt: „Sport im Verein ist mehr als nur Fitness; ein Verein lebt davon, dass alle mit anpacken und man als Einzelne*r Teil des Vereins ist.“ Eltern, die Sorge vor der zeitlichen Verpflichtung der Vereinstätigkeit haben, möchte sie ermutigen: „Man weiß einfach vorher nicht, wie schön das ist, so aktiv dabei zu sein. Hätte man diese Erfahrung schon gemacht, würden viel mehr Menschen bei uns mitmachen wollen.“

Larissa Zücker, Luise Popp (v.l.n.r.)

Luise Popp

Thomas Köhler, Luise Popp, Larissa Zücker (v.l.n.r.)
Der Rote Stern Leipzig entstand 1999 aus einer Initiative von Sportbegeisterten, die einen Verein gründen wollten, der sportliche Leidenschaft mit demokratischen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Aus den Anfängen als Fußballverein entwickelte sich ein etablierter Mehrspartenverein, der für Vielfalt und ein klares Engagement gegen Diskriminierung steht.
Ehrenamt spielt dort seit jeher eine große Rolle. Alleine im Fußballbereich sind aktuell fast 50 Trainer*innen aktiv – eine von ihnen ist Luise Popp. Doch ehrenamtliches Engagement endet nicht auf dem Sportplatz. Auch bei der Entwicklung der Vereinsstandorte – etwa seit 2017 an der Teichstraße – sowie beim Bau der Sozialgebäude war viel Eigenleistung und ehrenamtliche Mitarbeit gefragt. Dazu sagt Luise Popp: „Solche Einsätze machen Spaß und verbinden – und man sieht am Ende immer, was man gemeinsam geschaffen hat.“
Dennoch spielt natürlich das Ehrenamt im Sport eine große Rolle – und dafür werden weiterhin engagierte Menschen gesucht. Thomas Köhler sagt: „Wir haben beim Nachwuchs in vielen Altersklassen teilweise sehr lange Wartelisten. Die Nachfrage ist sehr groß. Wenn wir es schaffen, dass sich mehr Trainer*innen in dem Bereich engagieren, können wir dieser Nachfrage sicher auch besser gerecht werden.“
Wer Lust hat, sich beim Roten Stern Leipzig ehrenamtlich zu engagieren, ist jederzeit herzlich willkommen. Weitere Infos findet ihr hier: www.rotersternleipzig.de
0341 / 149 47 28
